Die Geschichte Dublins

Heute das pulsierende Herz Irlands, wurde Dublin in der Vergangenheit immer wieder von sehr wechselhaften Schicksalen heimgesucht.

Ursprünglich geht die Stadt auf eine keltische Siedlung zurück, im 9. Jhdt. besetzen jedoch die Wikinger das Siedlungsgebiet und gründeten ein Dorf, auf dessen Name „Dubh Linn“ das heutige „Dublin“ zurückgeht. Nachdem Irland im 12. Jhdt. von den Anglo-Normannen erobert worden war, kam es in den folgenden Jahrhunderten einerseits zu einem Aufblühen Dublins, das sich als Hauptstadt Irlands etablieren konnte, andererseits führte die Fremdherrschaft der Anglo-Normannen auch in Dublin zu ersten Widerstandsbewegungen der Iren.
Ab 1541 war Irland direkt dem englischen Königreich unterstellt. Unter der englischen Vorherrschaft wurde versucht, durch britische Ansiedlungen den katholischen Glauben zu vertreiben und die anglikanische Kirche zu etablieren, was allerdings nicht gelang. Im 17. und 18. Jhdt. dehnte sich Dublin massiv aus, Slums, in denen die arme Bevölkerung lebte, bildeten sich.
Wiederholte Kartoffel-Missernten führten um 1850 herum auch in Dublin zu großen Hungersnöten. Etliche Iren starben und viele Dubliner verließen ihre Heimat. In die jüngere Geschichte Dublins fallen sowohl der Unabhängigkeitskrieg Irlands (1919-1921) als auch der irische Bürgerkrieg (1921-1923). Beide spielten sich zu großen Teilen in den Straßen Dublins ab und hinterließen dort ihre Spuren.

Ab den 1950ern begann das Stadtbild sich zu ändern. Während die architektonischen Neuerungen dieser frühen Phase heute oft unpassend wirken, entwickelte sich die Stadt in den letzten beiden Jahrzehnten auch baulich zu einer reizvollen Metropole.