Dublin

Dublin ist die Hauptstadt der Republik Irland. Sie ist nicht nur die Stadt mit den meisten Einwohnern, sondern auch Regierungssitz und das “Tor nach Irland” ganz in der Nähe befindet sich ein großer Fährhafen und auf dem Flughafen Dublin kommen täglich viele Reisende an. Dublin selbst hat schon einen längeren Aufenthalt verdient, zudem ist es ein idealer Ausgangspunkt für Fahrten in den Norden und in die Wicklows im Süden.

Wer zum ersten Mal in dieser Stadt ist, dem wird vor allem die ständige Gegenwart des Flusses, der Liffey, auffallen. Besondere Sehenswürdigkeit ist das Trinity College. Hier sollte man sich Zeit nehmen, um sich die gerade geöffnete Seite des berühmten Book of Kells in der Old Library anzusehen. Dieses Buch, eigentlich eine Abschrift der 4 Evangelien, ist von außergewöhnlicher Bedeutung vor allem wegen der reich verzierten Seiten. Jeden Tag wird eine andere Seite präsentiert.

Dublin bietet eine gesunde Mischung aus Moderne und Tradition, was sich beispielsweise am St. Stephen’s Green besonders gut zeigen lässt. Auf der einen Seite hat man hier einen der schönsten Gärten der Stadt, auf der anderen Seite ein modernes Einkaufszentrum. Der Park wurde übrigens von Arthur Guinness, dem Bierbrauer, eingerichtet.

Dublin war einst Königssitz, davon zeugt noch heute das Dublin Castle. Sowohl die inneren Räume als auch der Upper und Lower Yard sind sehenswert und geben einen Einblick in die Geschichte Irlands. Hier in dieser Stadt spielt der wahrscheinlich großartigste Roman der irischen Literaturgeschichte: Ulysses von James Joyce. Noch heute erinnern Tafeln im Boden an den Weg des Leopold Bloom und im Davy Byrne’s kann man, wie einst Leopold Bloom, einkehren, und die Hektik der Stadt gegen die Geselligkeit der Iren eintauschen.

Eine ganz besondere Sicht auf Dublin erhält man im Dublinia. Hier taucht man ein in das mittelalterliche Dublin und erfährt so manches über das Leben in der Stadt in dieser dunklen Epoche – und begegnet dabei manchem, das heute noch typisch irisch ist.

Der Begriff ‚Irische Kochkunst’, so böse Zungen, ist ein Widerspruch in sich. Eins vorweg: Das Irish Stew – eine Art Kasserolle mit Lammfleisch, Zwiebeln und Kartoffeln – ist es nicht, was Dublin zu einer unverwechselbaren Stadt macht… Eher schon das weltberühmte irische Guinnes, obwohl auch hier die Geschmäcker auseinander gehen. Fest von ihrem Bier überzeugt sind aber nicht nur die Iren selbst: Bereits 1759 von Arthur Guinnes gebraut, zählt das im Volksmund liebevoll „Muttermilch der Iren“ genannte Bier heute zu den größten internationalen Biersorten. Nach bescheidenen Anfängen nimmt die Guinness-Brauerei heute an ihrem Standort in Dublin eine Fläche von 25 Hektar ein und gilt als wichtigster Arbeitgeber der Hauptstadt. Auch der ursprüngliche Name der Stadt weckt Assoziationen mit dem fast schwarzbraunen Getränk: Dublin ist die englische Form von Dubh Linn, irisch für ‚Schwarzer Tümpel’.

Natürlich hat Dublin mehr zu bieten als Bier. Nicht erst seit U2 und Sinead O’Connor gilt die Stadt als Musikhochburg. Folk-Fans, Altrocker und Klassikliebhaber kommen bei zahlreichen Festivals und Konzerten auf ihre Kosten, in den meisten Pubs gibt es noch mehr oder weniger regelmäßig ‚handgemachte’ Musik. Wer jedoch die „Dirty Old Town“ oder „verträumteste Stadt Europas“ von früher sucht, wird überrascht sein. Nach einem Boom-Jahrzehnt der irischen Wirtschaft mit Wachstumsraten von fast zehn Prozent hat sich die Hauptstadt zu einer schnellen und modernen europäischen Metropole entwickelt. Das ist nur gerecht: wer heute ein “Original Irish Pub“ sucht, wird schließlich auch in fast jedem Land Europas fündig…