Fußball in Irland

Fußball gehört, neben Rugby, heute mit zu den Sportarten, die in Irland sehr populär sind. Die Geschichte dieser Disziplin ist hier zwar noch jung, aber durchaus recht bewegt. Bis zu Beginn der 80er Jahre war Fußball in Irland noch kein wirkliches Thema. Die irische Nationalmannschaft dümpelte im europäischen Mittelmaß chancenlos vor sich hin.

Das änderte sich schlagartig, als Jack Charlton, ein ehemaliger englischer Fußballtrainer und -spieler (und älterer Bruder von Bobby Charlton) völlig überraschend zum Teamchef ernannt wurde. Statt ermüdende Beinarbeit zu fordern, stärkte er zunächst das Nationalgefühl seiner Schützlinge mit tatkräftiger Unterstützung eines Ahnenforschers. Gemeinsam suchte (und fand) man in Englang Fußballprofis, in denen irisches Blut floss, und rekrutierte diese kurzerhand. Diese ausgefallene Taktik sollte sich als überaus erfolgreich erweisen, denn schon 1988 mischte Irland bei der Fußball-Europameisterschaft in Deutschland kräftig mit – und besiegte im ersten Gruppenspiel die völlig verblüfften Engländer. Seitdem kocht Irlands Fußballbegeisterung auf großer Flamme. Zahlreiche weitere Qualifikationen für und Teilnahmen an Fußballmeisterschaften auf europäischer und weltweiter Ebene sollten folgen. Als Charlton 1995 die Konsequenz aus einer verpassten EM-Qualifikation zog und sein Traineramt niederlegte, hinterließ er eine zukunftsorientierte irische Mannschaft mit dem Willen, das Errungene mit Begeisterung zu verteidigen.

Die nationale Fußballliga trägt heute den Namen FAI eircom National League of Ireland. Sie wurde zum Saisonbeginn 2007 aus dem Zusammenschluss des irischen Fußballverbandes FAI mit der alten irischen Profiliga League of Ireland geboren. Es gibt darin zwei Leistungsklassen, die Premier League und die First Division.