Giant’s Causeway

Irland ist ein Land der Legenden. Viele Mythen und Geschichten werden bis heute erzählt und der eine oder andere Reisende mag vielleicht sogar einen Funken Wahrheit in den faszinierenden Anekdoten entdecken. Der Giant’s Causeway ist ein gutes Beispiel für einen Ort, der mit einem Mythos aufgeladen ist.

Der Giant’s Causeway befindet sich an der nordirischen Küste in der Grafschaft Antrim. Aus Basalt hat sich vor 60 Millionen Jahren ein spektakuläres Naturwunder geformt. Ein etwa 5 Kilometer langer Damm aus Basaltsäulen zieht sich entlang der Küste und reicht sogar ein Stück hinein ins Meer. Ursprünglich hat es sich um eine dichte Lavadecke gehandelt, die jedoch durch Abkühlung in etwa 40.000 Säulen zersprungen ist.

In der Entstehungszeit gab es einen Vulkan, der die Lava produziert hat. Dieser Vulkan ist heute nicht mehr vorhanden. Nur der Giant’s Causeway ist heute noch als Beweis für seine Existenz übrig. Besonders faszinierend ist die Regelmäßigkeit dieses Naturwunders. Die Säulen formen einen Damm, der auf den ersten Blick aussieht, als sei er von Menschenhand geschaffen worden. Bei genauer Betrachtung stellt man aber fest, dass die Basaltsäulen keineswegs gleichförmig sind.

Es ist jedoch sehr verständlich, dass eine rationale Erklärung erst spät aufkam. Seit dem Mittelalter wird eine ganz andere Geschichte erzählt. Danach ist der Giant’s Causeway ein Werk von Fionn mac Cumhail. Dieser legendäre Riese soll den Damm gebaut haben, um das Meer ohne Boot zu überqueren. Das Ziel seiner Reise war Schottland. Mit ein wenig Fantasie ist bei einem Besuch von Giant’s Causeway nicht schwer zu verstehen, warum diese Legende so großen Erfolg hatte.