Rugby in Irland

Irland ist Rugbyland und die irische Rugby-Nationalmannschaft ist unbestritten absolute Weltklasse. Ihr sportliches Können stellen die in den traditionellen Farben grün und weiß spielenden Volkshelden regelmäßig im Rahmen der alle vier Jahre stattfindenden Weltmeisterschaften unter Beweis. Auf Europäischer Ebene kann häufiger, nämlich jedes Jahr, dem Sechs-Nationen-Turnier beigewohnt werden. Unter dem Schutz des Kleeblatts der „Irish Rugby Football Union“ heimsen die traditionsreichen Iren stets neue Erfolge ein.

Die irische Rugby-Nationalmannschaft hätte ein wegweisendes und leuchtendes Vorbild für alle Schlichtungsversuche politischer und religiöser Zwistigkeiten sein sollen, denn seit ihrer Gründung im Jahre 1874 besteht sie aus Spielern, die Irland in seiner Gesamtheit repräsentieren. Hier sind im sportlichen Kampfgeist die Republik Irland und Nordirland nie voneinander getrennt gewesen.

Legendärer Schauplatz vieler Heimspiele in Sachen Rugby ist das in 1872 erbaute „Lansdowne Road“ Stadion in Dublin. Seine Premiere feierte dieser Ort lebendiger Rugby Geschichte im Jahre 1878 mit einer Begegnung Irland – England. Dieses älteste internationale Rugby Stadion gehört der Irish Rugby Football Union und wird voraussichtlich ab 2009 auch wieder Zeuge packender sportlicher Wettkämpfe sein. Dann soll die altehrwürdige Sportstätte 50.000 Zuschauern Sitzplätze und ein modernisiertes Ambiente anbieten. Bis dahin fällt sie allerdings, schmerzlich vermisst, als Austragungsort aus. Deshalb musste das Sechs-Nationen-Turnier in 2007 im Croke Park Stadion ausgetragen werden, was den allerersten Kontakt dieser Arena mit dem Thema Rugby darstellte und einer Sondergenehmigung bedurfte.

Irland hat zwar nie selbst Rugby Weltmeisterschaften ausgerichtet, hat aber während der Rugby-WMs in 1991 und 1999 für einzelne Begegnungen seine Stadien in Dublin, Belfast und Limerick zur Verfügung gestellt.